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Ein Tag im Rifugio

Morgens kurz vor 8:00 Uhr beginnt die Fütterung der 700 hungrigen Tiere, die Säuberung der Gehege und Käfige und die Versorgung der kranken Tiere mit Medikamenten von nur einer Handvoll Arbeiter. Dazwischen kommen immer wieder „Störungen“ durch Menschen, die sich „ein wenig umsehen“ wollen wofür ein Arbeiter oder ein TA seine Arbeit am Tier unterbrechen muss. Neuzugänge müssen untersucht werden und schnell ein Platz gefunden werden, wobei dies immer ein Problem ist, da in diesem Fall Tiere sehr schnell umziehen müssen, wobei dann die Käfige und Boxen gründliche desinfiziert und gereinigt werden müssen.

Den ganzen Nachmittag werden die Näpfe per Hand gewaschen, die zuvor aus den Gehegen eingesammelt wurden. Die Decken und Unterlagen werden in der Waschmaschine gewaschen, auf- und abgehängt und verstaut.
Alles, was am Vormittag aufgrund von „Störungen“ oder Notfällen nicht erledigt werden konnte, wird im besten Fall nun abgearbeitet mit nur noch 2 Arbeitern.

Am Abend werden die kleinesten Welpen zum zweiten Mal gefüttert und die Käfige gereinigt.
Die kranken Senioren werden unter Umständen mit ihrer zweiten Mahlzeit gefüttert und für die Nacht in einem separaten Schlafplatz untergebracht.
Alle Käfige der Kitten und Welpen werden zum Schutz vor der Nacht mit Decken versorgt und mit einem Laken oder einer Decke abgedeckt.

Das ist der theoretische Ablauf eines Alltags im Rifugio, der oftmals in der Praxis anders aussieht …

Denn die Menschen dort sind sehr gesellig und unterhalten sich gerne … und diskutieren viel.
Die Uhren scheinen dort anders zu laufen, denn mit der Zeit nimmt man es nicht so genau und pünktlich ist niemand.
Doch dann wenn es einen Notfall gibt, dann kann nichts schnell genug gehen, dann muss alles sofort passieren … egal wie, d. h. es wird „ungefähr“ gemacht, so dass es später erneut gemacht werden muss … wenn man es „richtig“ machen will.

Sich nicht von der Arbeit ablenken zu lassen mag dann hierbei noch einfacher sein, als ruhig und höflich zu bleiben, wenn man doch innerlich vor Unverständnis und Empörung explodieren möchte.

Der Einsatz einen freiwilligen Helfers soll eine Bereicherung für das Rifugio sein, das bedeutet, dass Regelmäßigkeit, Zuverlässigkeit und die Übernahme von bestimmten Aufgaben und Arbeitsabläufen gepaart mit Selbständigkeit und Verantwortungsbewusstsein die Aktive Hilfe vor Ort am besten beschreibt.

Das ist umso wichtiger, denkt man daran, dass immer Mangel an helfen Händen im Rifugio besteht, was immer zu Lasten der zu versorgenden Tiere ist.
Wenn Sie also als freiwilliger Helfer für einen Zeitraum von min. 10 Tagen im Rifugio jeden Tag zuverlässig bestimmte Aufgaben entweder in der Früh- oder Nachmittagschicht übernehmen, dann ist das die größte Hilfe, die Sie dem Rifugio und seinen Tieren geben können.
Es kann das Versorgen der Welpen in den Käfigen sein, was die Fütterung und permanente Säuberung der Käfige beinhaltet. Denn die Käfige sind auf mehrere Standorte verteilt, so dass man im Grunde mit seiner Runde wieder beginnen kann, wenn man einen Durchgang beendet hat. Im besten Fall schafft man es zwischendurch ein wenig Streicheleinheiten an alle zu verteilen und sich dadurch auch einen Eindruck von ihrem Gesundheitszustand zu verschaffen, um rechtzeitig den TÄ Bescheid zu geben, wenn eines der Kleinen dünner oder schwächer zu sein scheint. Hierdurch ist es auch möglich die Entwicklung beurteilen zu können oder Gastro-Intestinal-Erkrankungen zu erkennen, da man eng an denselben Tieren arbeitet. Sie können auch einfach „nur“ die Näpfe auswaschen, die tägliche Wäsche der Decken übernehmen oder die Transportboxen desinfizieren und reinigen.
Nur so kann die „Arbeitsroutine“ im Rifugio gewährleistet bleiben, Sie als freiwilliger Helfer eine Bereicherung sein, ohne dass Unruhe durch Sie im Alltag und die Tiere des Rifugio entsteht.

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