– was sie ihren Kunden zeigen wollen.

Eine Einladung an die Tiermedizin
Vor gar nicht so langer Zeit war es normal, dass Lehrer Kinder schlugen. Heute wissen wir es besser – und als Eltern würden wir es nie mehr zulassen. Niemand würde heute daneben stehen und zusehen, wie irgendein Kind geschlagen wird, nur weil „man das eben immer so gemacht hat“.
Beim Tierarzt treffen auch diese drei Rollen aufeinander. Die Katze – schutzbedürftig, ausgeliefert, ohne eigene Stimme. Die Katzenhalter – die nicht nur das Recht haben, sondern die Pflicht, ihr Katzenkind zu schützen und Gewalt an ihm nicht zuzulassen. Und die Tierärzte, die es besser wissen müssen. Die neue Wege gehen müssen, weil es neue Erkenntnisse gibt.
An die richte ich heute das Wort.
Denn ich sehe auf Social Media wieder und wieder: Tierärzte, die Katzenhaltern zeigen wollen, wie man einer Katze eine Tablette gibt. Und was zeigen sie? Austricksen. Festhalten. Von hinten. Zwang. Gewalt, hübsch verpackt als Routine.
Das ist nicht mehr zeitgemäß. Und auch nicht patientenfreundlich – aber vor allem ist es nicht einmal nötig.
An dieser Stelle möchte ich den großartigen Tierärztinnen (und sogar 3 Tierärzten 🤭) danken, mit denen ich bereits seit ein paar Jahren zum Wohle von traumatisierten Katzen arbeiten darf.
Ihr habt euch nicht CAT FRIENDLY auf die Fahne geschrieben (nicht selten handelt es sich dabei um mehr Schein als Sein – dazu demnächst mehr in einem eigenen Artikel), aber ihr erkennt an, dass die Psyche der Katze als Teil ihrer Gesundheit genauso geschützt werden muss. Weil ihr realistisch genug seid, um zu wissen, dass ihr nicht alles wisst und auch nicht wissen könnt. Weil ihr die Fachkompetenz anderer nicht elitär an ein Hochschulstudium knüpft, offen seid und euch ein eigenes Bild macht … und weil ihr genug Rückgrat habt, um für das Wohl der Katzen auch gegen den Strom zu schwimmen.
Und ich hoffe von Herzen, dass andere Tierärzte (wenn schon nicht mir) euch glauben, euch vertrauen und eurem Beispiel folgen.
Liebe „andere Tierärzte“, ich mache euch keinen Vorwurf, denn so habt ihr es gelernt … von „den Alten“. Katzenfreundliches Handling war nicht Teil des Studiums, in keiner Ausbildung – wie solltet ihr können, was euch nie jemand beigebracht hat? Das ist keine Schuld. Das ist eine Lücke.
Aber heute, mit allem, was wir wissen, gibt es keine Ausreden mehr … sofern ihr die Katze als Patientin in den Mittelpunkt stellt.

Doch jetzt – und das meine ich liebevoll und mit vollem Respekt – ist es Zeit, dass ihr es als Tierärzte erst einmal selbst lernt, wie eine katzenfreundliche Medikamentengabe aussieht, bevor ihr es euren Kunden zeigt. Denn zu Hause ist alles anders: ein anderes Setting, andere Akteure und vor allem eine Katze-Mensch-Beziehung, die nachhaltig Schaden nehmen kann. Und die Halter kennen fast immer ihre Katze – ihre Signale, ihre Grenzen, ihren Rhythmus – besser als Tierärzte, die die Katze nur kurz im gestressten Praxis-Kontext erleben, je könnten. Wenn ihr Katzenhaltern ein Modell aus Zwang mitgebt, gebt ihr ihnen das Falsche mit nach Hause – falsch für die Katze, falsch für ihre Menschen und falsch für zukünftige Tierarztbesuche bei euch.
Deshalb hier ein einmaliges Angebot – an dich, an dein Team, an alle in der Tiermedizin:
Bis zum 31. August bekommst du meinen Online-Selbstlernkurs zur katZENfreundlichen Medikamentengabe – mit dem Code katZENfriendly für 69 € (statt 149 €).
Mein Rat: Bucht ihn gleich doppelt – einmal für dich, einmal für deine TFA. Denn sie ist oft die Erste, die am Telefon gefragt wird und das Handling zeigt. Und dein Team ist nur so katZENfreundlich wie sein am wenigsten geschultes Glied.
Hier erfährst du mehr über den Selbstlernkurs

Nicht, weil du schlecht bist – sondern weil du besser werden willst.
Weil Katzen ein Recht auf Gesundheit haben!
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