Weil tiermedizinisches Personal nichts beherrschen kann, was es nie gelernt hat, hatte ich Tierärzten und TFAs vier Wochen lang 80 € Rabatt auf meinen Onlinekurs zur katzenfreundlichen Medikamentengabe eingeräumt. Und hatte hierzu diesen Artikel veröffentlicht: Weil TIERÄRZTE auch erst LERNEN MÜSSEN – was sie ihren Kunden zeigen wollen.
Denn sie sind nicht nur diejenigen, die Medikamente herausgeben, sondern auch diejenigen, die Katzenhalter darüber aufklären sollen, wann und wie ein Medikament verabreicht wird – und was damit eben NICHT gemacht werden darf. Gerade deshalb könnten Tierärzte und TFAs wichtige Multiplikatoren für katzenfreundliches Handling sein, d. h. auch für eine möglichst stress- und angstfreie Medikamentengabe, bei der es nicht nur darum geht, DASS ein Medikament irgendwie in der Katze landet, sondern auch darum, WIE.
Leider muss ich in meiner Beratungspraxis immer wieder erleben, dass Katzenhaltern stattdessen Methoden gezeigt werden, die auf Zwang und sogar Gewalt beruhen. Für eine ohnehin kranke Katze bedeutet das zusätzlichen Stress, mitunter Angst und Misstrauen – und beeinträchtigt nicht nur ihre emotionale Gesundheit, sondern kann auch der Katze-Mensch-Beziehung massiv schaden.
Was mich in diesem Kontext schon seit Jahren wütend macht, ist diese erstaunliche Diskrepanz zwischen dem Anspruch, Katzenhaltern zu erklären, wie sie zu Hause Medikamente verabreichen sollen, dem Jammern über fehlende Compliance der Katzenhalter und der gleichzeitig offenbar sehr überschaubaren eigenen Bereitschaft, sich mit genau diesem Thema intensiver auseinanderzusetzen.
Ich hatte gehofft, mich in dieser Einschätzung zu irren – und stärker über die tiermedizinische Seite etwas verändern zu können. Denn selbstverständlich wäre es sinnvoll, wenn dieses Wissen bereits dort weitergegeben würde, wo Katzenhalter ihre Medikamente bekommen und nach der Verabreichung fragen. Gesehen haben es viele, doch angenommen hat es am Ende nur eine Handvoll. Und damit ist mir noch einmal sehr deutlich geworden, dass ich mich darauf nicht verlassen kann und auch nicht möchte.
„Keine Zeit.“ „Kein Bedarf ohne ATF-Stunden.“ „Funktioniert auch so.“ Ich kenne die Antworten. Nur: Wer Katzenhaltern erklärt, wie sie zu Hause Medikamente geben sollen, hat den Bedarf bereits – er liegt nur nicht auf dem eigenen Schreibtisch, sondern auf dem Küchentisch der Halter.
Solange es für Tierärzte „funktioniert“, d. h. der eigene Leidensdruck oder der Anreiz zu lernen nicht groß genug ist, wird sich an dieser Bereitschaft wohl auch so schnell nichts ändern. Wenn die empfohlene Methode jedoch daraus besteht, die Katze zu überrumpeln, festzuhalten oder ihren Widerstand schlicht zu überwinden, trägt die Konsequenzen nicht die Person, die diesen Rat gegeben hat, sondern die kranke Katze – und ihr Mensch. Eine ohnehin kranke Katze zusätzlich mit Angst, Stress und Misstrauen zu belasten, während gleichzeitig die Beziehung zu ihrem wichtigsten Sozialpartner leidet, kann für mich nicht der Anspruch an eine zeitgemäße Tiermedizin sein. Genauso wenig wie das Untermischen von Medikamenten ohne Herz & Verstand oder eine falsche Applikation – denn beides kann den Behandlungserfolg gefährden oder sogar eine zusätzliche gesundheitliche Baustelle eröffnen.
Also verschiebt sich mein Fokus nun stärker darauf, euch Katzenhalter mit Wissen und Fähigkeiten auszustatten. Denn ihr seid schließlich diejenigen, die die Bodyguards eurer Katzen sein müssen und ihre körperliche wie seelische Unversehrtheit kompetent schützen.
Und vielleicht müssen Katzenhalter manchmal tatsächlich selbst mehr wissen, statt sich blind darauf zu verlassen, dass eine tierärztliche Empfehlung automatisch richtig ist.
Deshalb jetzt mein Angebot an alle (zukünftigen) Bodyguards ihrer Katzen:
Bis zum 30.09.2026 um 23:59 Uhr erhältst du mit dem Gutscheincode katZENfriendly meinen Selbstlernkurs FIFTY SHADES OF Medikamentengabe bei Katzen für 59 € statt 149 €.
Bevor du dich fragst, was dich im Kurs eigentlich erwartet: Hier ein kleiner Einblick.
Damit hoffe ich, möglichst viele Katzenmenschen zu erreichen – und vor allem auch diejenigen, für die der Preis eine finanzielle Hürde dargestellt hat. Genauso aber diejenigen, die sich bisher vielleicht gedacht haben: Brauche ich das wirklich schon?
Denn gerade letzte Woche habe ich zwei Katzenhaltern kurzfristig den Vollzugriff auf meinen Kurs freigeschaltet, weil ihre Katzen lebensbedrohlich erkrankt waren und für sie eine Medikamentengabe ohne Gewalt nicht möglich war. Für die Katzen habe ich das natürlich gemacht. Gleichzeitig war ich wütend darüber, dass das Thema Medikamentengabe für ihre Menschen erst in dem Moment relevant wurde, als es bereits brannte.

Denn der beste Zeitpunkt, sich mit Medikamentengabe auseinanderzusetzen, ist nicht, wenn eine kranke Katze vor einem sitzt und ihre Medikamente braucht, sondern dann, wenn sie (halbwegs) gesund ist. Dabei geht es überhaupt nicht darum, dass die Katze in erster Linie etwas lernen muss, SONDERN DU! Auch wenn seit der Pandemie Katzentraining gehyped und als Allheilmittel angesehen wird, ist eine angst-, zwang- und gewaltfreie Medikamentengabe auch ohne vorheriges Training möglich.
Deshalb heißt mein Kurs auch FIFTY SHADES OF Medikamentengabe. Denn auch wenn Training der Life Skills für Katzen absolut großartig ist, braucht es Zeit. Die Realität ist nämlich, dass die absolute Mehrheit der Katzen irgendwann in ihrem Leben Medikamente benötigt, ohne vorher für diesen Fall trainiert worden zu sein.
Und weil Wut bei mir gerne zur Ideengeberin wird und ich Win-win-Situationen liebe, möchte ich, dass durch diese Sonderaktion neben dir und deiner Katze auch Katzen gewinnen, die kein Zuhause haben, geschweige denn genug überlebenswichtige Ressourcen.
Deshalb gehen im Aktionszeitraum pro verkauftem Kurs 10 Euro an den Tierschutzverein together we care.
Vielleicht erreichen wir die Veränderung am Ende also einfach von der anderen Seite.
Dann zeigt ihr als kompetente Katzenhalter den Tierärzten irgendwann,
wie eine Medikamentengabe katZENfriendly® aussehen kann.

