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MEINE CORONA-KLARHEIT: Von Gebern und Nehmern

Die Corona-Pandemie hat Dinge sichtbar gemacht, die vorher im Verborgenen lagen oder nur vage zu erkennen waren. Das bezieht sich auf Gedanken, Gefühle, Gewohnheiten, das Wertesystem etc. – von mir und anderen. Im Ergebnis führte es zu einem Social Tidying Up à la Marie Kondo – in meiner inneren und folgerichtig auch in meiner äußeren Welt.

Und so möchte ich heute meine 1. Corona-Klarheit mit euch teilen:
Von Gebern und Nehmern

Geber sind Menschen, die von Herzen geben und sich mitunter schwer tun Geschenke anzunehmen. Menschen mit Geber-Natur bereitet es eine natürliche Freude, zu der Freude anderer beizutragen.

Nehmer hingegen sind im Leben darauf fokussiert zu bekommen und anzusammeln. Sollten sie einmal geben, dann in der Regel nur mit der Kalkulation, etwas für sie noch wertvolleres zurückzuerhalten.

Geber und Nehmer fühlen sich auf natürliche Art und Weise angezogen.

Und so es liegt in der Natur der Sache, dass zu Beginn Geber und Nehmer glücklich miteinander sind, weil der Geber gerne gibt und der Nehmer gerne nimmt.
Doch dann kommt die Zeit, wenn es dem Nehmer nicht genug ist und er beginnt mehr zu fordern. Der Geber gibt weiter und bemüht sich, doch er bekommt immer mehr das Gefühl, dass es nicht genug ist … und so nimmt es eine unglückliche Wendung. Der Geber gibt und gibt, doch der Nehmer ist unzufrieden und will mehr und der Geber hat das Gefühl nicht mehr genug zu sein …

Geber und Nehmer

Daher meine Corona-Klarheit: Ich halte ab sofort Nehmer aus meinem “inneren Leben” fern und versuche mich mehr mit anderen Geber-Naturen zu umgeben. Und in bestehenden Beziehungen, wo es nicht möglich ist, versuche ich achtsam in der Interaktion mit dem Nehmer zu sein, da diese zum Teil sehr charmant sein können.

Ich glaube inzwischen, dass Geber-Geber-Beziehungen die Glücklichsten sind und Nehmer scheinen andere Nehmer sofort zu erkennen und zu meiden.

Ich stieß auf den folgenden Text und fand ihn irgendwie passend:

Meine Geduld ist am Ende

Ich habe die Geduld für bestimmte Dinge nicht mehr, nicht weil ich arrogant geworden bin, sondern einfach, weil ich einen Punkt in meinem Leben erreicht habe, wo ich meine Zeit nicht mehr mit Dingen verschwenden will, die mir missfallen oder weh tun.
Ich habe keine Geduld für Zynismus, übertriebene Kritik und Forderungen jeder Art.
Ich verlor den Willen, die zu mögen, die mich nicht mögen, die zu lieben, die mich nicht lieben, und die anzulächeln, die mich nicht anlächeln möchten.
Ich verbringe keine einzige Minute mit denjenigen, die lügen oder manipulieren.
Ich beschloss, nicht mehr mit Verstellung, Heuchelei, Unehrlichkeit und Billiglob zu koexistieren.
Ich bin nicht fähig selektive Gelehrsamkeit und akademische Arroganz zu akzeptieren.
Ich hasse Konflikte und Vergleiche.
Ich glaube an eine Welt der Gegensätze, und das ist der Grund, warum ich Menschen mit starr und unflexiblen Persönlichkeiten vermeide.
In der Freundschaft mag ich den Mangel an Loyalität und Verrat nicht.
Ich verstehe mich nicht mit denen, die nicht wissen, wie man ein Kompliment oder ein Wort der Ermutigung spricht.
Übertreibungen langweilen mich und ich habe Schwierigkeiten mit der Annahme derjenigen, die Tiere nicht mögen.
Und ich habe keine Geduld für alle, die meine Geduld nicht verdient haben.
– José Micard Teixeira –

Hart aber wahr …

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